
Auch im dritten Saisonspiel müssen sich die TK Hannover Luchse geschlagen geben. Am Samstagabend trafen die Hannoveranerinnen auswärts in der KISEC-Arena auf den Herner TC. In einer intensiven und körperbetonten Begegnung kämpften sich die Luchse trotz zwischenzeitlich deutlichem Rückstand noch einmal bis auf drei Punkte heran. Am Ende reichte es jedoch nicht für die Wende und die Partie ging mit 60:71 an die Gastgeberinnen.
Die Luchse fanden zunächst nur schwer in die Begegnung. Beide Mannschaften starteten mit viel Einsatz, doch besonders offensiv fehlte den Hannoveranerinnen zu Beginn die nötige Treffsicherheit. Herne nutzte seine Möglichkeiten konsequenter und konnte sich zwischenzeitlich einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Trotz der Schwierigkeiten hielten die Luchse dagegen und blieben mit einem Spielstand von 12:14 nach dem ersten Viertel in Schlagdistanz.
Im zweiten Spielviertel gelang es den Gastgeberinnen zunehmend, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Während Herne offensiv besser in seinen Rhythmus fand, taten sich die Luchse weiterhin schwer, ihre Chancen erfolgreich abzuschließen. Besonders von der Dreipunktelinie wollte der Ball nicht wie gewohnt fallen. Die Gastgeberinnen nutzten die Unsicherheiten und Ballverluste auf Hannoveraner Seite, um ihren Vorsprung weiter auszubauen. Mit einem Rückstand von 24:36 ging es für die Luchse in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hannoveranerinnen mehr Energie und versuchten, sich zurück in die Partie zu kämpfen. Mit einer verbesserten offensiven Leistung und viel Einsatz gelang es den Luchsen, den Abstand zwischenzeitlich zu verkürzen. Herne hielt jedoch dagegen und nutzte weiterhin die eigenen Möglichkeiten. Trotz eines mit 20:17 gewonnenen dritten Viertels gingen die Luchse mit einem 44:53-Rückstand in den letzten Spielabschnitt.
Im Schlussviertel wurde es noch einmal spannend. Die Luchse gaben sich nicht geschlagen, erhöhten den Druck und kämpften sich zwischenzeitlich bis auf drei Punkte an die Gastgeberinnen heran. Die Hoffnung auf eine späte Wende war zurück, doch in den entscheidenden Momenten gelang es Hannover nicht, den Rückstand vollständig aufzuholen. Herne behielt die nötige Ruhe, setzte sich erneut ab und sicherte sich schließlich mit 71:60 den ersten Saisonsieg.
Beste Punktesammlerin auf Hannoveraner Seite war Rowena Jongeling mit 17 Punkten. Alyssa Brown steuerte weitere 13 Punkte bei, während Nora Francois mit zehn Punkten ebenfalls zweistellig punktete.
Auch wenn die Luchse über weite Strecken Schwierigkeiten hatten, ihren offensiven Rhythmus zu finden, zeigte die Mannschaft besonders in der zweiten Halbzeit Kampfgeist und den Willen, die Partie noch einmal zu drehen. Mit einer Trefferquote von 25 Prozent aus der Distanz und insgesamt 25 Ballverlusten blieb Hannover jedoch unter den eigenen Möglichkeiten. Gerade in den entscheidenden Phasen machten diese kleinen Unsicherheiten den Unterschied.
Nach der dritten Niederlage zum Saisonauftakt heißt es nun, weiter zusammenzuhalten und an den positiven Phasen anzuknüpfen. Die Luchse haben erneut gezeigt, dass sie sich auch nach einem Rückstand zurückkämpfen können. Nun gilt es, über die gesamte Spielzeit konstanter aufzutreten, die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen und sich für den Einsatz endlich mit dem ersten Saisonsieg zu belohnen.
