Richtungsweisende Beschlüsse in der Toyota 1. DBBL

Die Bundesligisten der Toyota 1. DBBL haben zum Abschluss des Jahres in zwei intensiven Mitgliederversammlungen am 11.11.2023 in Göttingen und am 14.12.2023 in Frankfurt/Main richtungsweisende Beschlüsse zur Weiterentwicklung und Professionalisierung der Toyota 1. DBBL gefasst.

4. Januar 2024

Der Großteil der Maßnahmen und Standards wurden mit breiter Mehrheit verabschiedet und stellen die Weitreichendsten in der jüngsten Vergangenheit der Toyota 1. DBBL dar. Sie sollen das gemeinsame Ziel bekräftigen, den Damenbasketball in Deutschland in den kommenden Jahren fundamental weiterzuentwickeln.

Vorangegangen waren umfassende Vorbereitungen im Rahmen einer Arbeitsgruppe, die zuvor von den Bundesligisten der Toyota 1. DBBL Anfang Juli in Frankfurt/ Main mit der entsprechenden Ausarbeitung beauftragt wurde. Die Beschlüsse umfassen insgesamt 50 Themen, die zukünftig in die Regularien der Toyota DBBL verankert werden. Bei einigen der Beschlüsse wurde verabredet, dass diese unmittelbar im laufenden Spielbetrieb umgesetzt werden sollen.

Ein Auszug einiger Beschlüsse im Überblick
Ab sofort:
  • Nachweis zu hauptamtlichen Strukturen in der Organisationsstruktur/ Verwaltung
  • Einheitliche Vorgaben zum technischen Equipment der Spiel- und Wurfuhr
  • Content-Erstellung (u.a. Spieltags-Bilder/ Stimmen vom Spiel) zur Berichterstattung
Ab der Saison 2024/25:
  • Nachweis zu hauptamtlichen Strukturen für den weiblichen Nachwuchsbereich
  • Nachweis zum Spielbetrieb von weiblichen Jugend-Mannschaften und Aufbau eines „Perspektiv-Teams“ für den Leistungssport
  • Verpflichtung für Head-Coaches zum Nachweis einer A-Lizenz des DBB
  • Verpflichtung zum Nachweis von Spielerinnen mit deutscher Staatsbürgerschaft auf dem Spielberichtsbogen:
    • 4 von 12 Spielerinnen ab der Saison 2024/25
    • 5 von 12 Spielerinnen ab der Saison 2025/26
    • 6 von 12 Spielerinnen ab der Saison 2026/27
  • Einheitliche Vorgaben zum (technischen) Equipment der Korbanlagen und der Anzeigetafeln
  • Einheitliche Vorgaben zu Werbeflächen auf dem Spielfeld
Ab der Saison 2025/26:
  • Verpflichtender Einsatz von LED-Banden zu Pflichtspielen
  • Pflichtspiele müssen auf einem Spielboden ausgetragen werden, auf dem ausschließlich Basketball-Linien sichtbar sind.
Zukünftig:
  • Einheitliche Vorgaben zu Werbeflächen auf der Spielkleidung; ab der Saison 2026/27
  • Verschärfung der Vorgaben zum technischen Equipment (u.a. Anzeigetafeln/ Hallenbeleuchtung); ab der Saison 2029/30
  • Mindestkapazität für Spielhallen: 1.500 Zuschauer (auch in Kombination mit „Event-Spielen in anderen Spielhallen); ab der Saison 2029/30

Zudem wurde festgelegt, dass verschiedene Experten-Gruppen zu unterschiedlichen Themenbereichen fortlaufend weitere konkrete Umsetzungsvorschläge ausarbeiten sollen, um sie zur weiteren Beschlussfassung durch die Bundesligisten der Toyota 1. DBBL einzubringen.

Die beschlossenen Maßnahmen der Toyota 1. DBBL sollen dabei auch die anstehenden Großereignisse im Zusammenhang mit der Damen-Nationalmannschaft berücksichtigen. Im Sommer 2025 richtet der Deutsche Basketball Bund (DBB) als einer von vier Nationen die Vorrunde der Women’s EuroBasket in Hamburg aus. Das vorläufige Highlight folgt ein Jahr später, in Berlin: Im September 2026 wird die Damenbasketball-Weltmeisterschaft, genauer der FIBA Women’s Basketball World Cup in der Mercedes-Benz-Arena sowie in der Max-Schmeling-Halle mit einem erweiterten Teilnehmerfeld von 16 Mannschaften ausgetragen.

(Ursprünglich veröffentlicht am 23. Dezember 2023)