
Der Start in die Playoffs ist den TK Hannover Luchsen nicht gelungen. Im ersten Spiel der Viertelfinalserie mussten sich die Luchse vor heimischem Publikum mit 56:76 gegen den MBC Halle geschlagen geben.
Vor rund 500 Zuschauern fanden die Luchse von Beginn an nur schwer in die Partie. Während Halle früh seinen Rhythmus fand und das Spiel kontrollierte, tat sich Hannover offensiv schwer und ließ wichtige Chancen ungenutzt. Gerade in wichtigen Momenten fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss, um den Rückstand frühzeitig zu verkürzen.
Zur Halbzeit lag das Team bereits deutlich mit 28:48 zurück. In dieser Phase hatten die Luchse vor allem defensiv zu wenig Zugriff und fanden kein passendes Mittel gegen das strukturierte und variable Spiel der Gäste. Halle nutzte diese Vorteile konsequent und setzte sich Schritt für Schritt ab.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Hannover jedoch eine klare Reaktion. Mit mehr Energie, Aggressivität und besserer Kommunikation auf dem Feld kämpften sich die Luchse zurück und verkürzten den Rückstand bis zum Ende des dritten Viertels auf 48:60. In dieser Phase war zu sehen, welches Potenzial im Team steckt, wenn Intensität und Rhythmus stimmen.
Auch im Schlussabschnitt versuchten die Luchse noch einmal alles, um das Spiel zu drehen. Mehrere gute Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt, sodass eine komplette Aufholjagd ausblieb und Halle den Vorsprung letztlich souverän ins Ziel brachte.
Ein besonderer Moment war zudem das erste Heimspiel von Marie Reichert nach ihrer langen Verletzungspause. Die 3×3-Olympiasiegerin sammelte wichtige Minuten auf dem Feld und erzielte im Verlauf der Partie ihre ersten Punkte vor heimischem Publikum.
Beste Werferinnen auf Seiten der Luchse waren Alyssa Brown (17 Punkte) und Lashae Dwyer (16 Punkte). Außerdem punkteten Serena Manala (10), Rowie Jongeling (6), Lovisa Hjern (2), Marie Reichert (2), Hannah Simental (2) und Leonie Kambach (1).
Nun richtet sich der Fokus direkt auf das zweite Spiel der Serie: Am Sonntag brauchen die Luchse auswärts einen Sieg, um die Playoff-Serie offen zu halten und ein entscheidendes drittes Spiel zu erzwingen.
Let’s go Luchse!
Foto: Philipp Sonnack
