Hannovers Luchse kämpfen um den Einzug in die Pokalendrunde

Es geht um sehr viel in dieser Basketball-Partie: Siegen die TK Hannover-Luchse am Mittwoch bei den Lions in Halle, stehen sie in der Pokalendrunde. Und könnten diese sogar ausrichten.

10. Januar 2024

Ein Sieg trennt die Basketball-Luchse des TK Hannover noch vom Top Four, das ist die Pokalendrunde der Frauen. Und die Luchse sind nicht nur Titelverteidigerinnen, sie schalteten ferner Meister Rutronik Stars Keltern im Achtelfinale aus. Leichtes Spiel also bei den MBC Lions in Halle am Mittwoch (19 Uhr)? „Nein, das wird richtig schwer“, sagt Trainerin Sidney Parsons – nicht zuletzt angesichts des straffen Programms.

Es ist eine der schönsten Hallen, in denen die Lions daheim spielen. Die SWH-Arena ist eine Multi-Event-Halle mit Platz für 1200 Zuschauende – so viele kommen zu den Partien der Hallenserinnen zwar nicht. Laut genug dürfte es aber dennoch werden. Zumal es um viel geht: Wer das Viertelfinale übersteht, kann sich für das Top-Four-Turnier bewerben und erhöht damit seine Chancen auf den Pokalsieg. Schließlich schaltete der TKH mit Keltern den Ligaüberflieger aus. Die Stars haben nach einigen Ausfällen Spielerinnen nachverpflichtet, diese sind aber noch nicht voll integriert. Das verspricht auch in Sachen Meisterschaft mehr Spannung.

Luchse könnten die Endrunde sogar ausrichten

In der vergangenen Saison landeten die Luchse, die später Vizemeister wurden und die Finalserie gegen Keltern klar verloren, den Pokal-Coup in Osnabrück. Sie schalteten bei der Endrunde erst Keltern im Halbfinale und dann die Gastgeber aus. Es war der erste Basketball-Titel überhaupt für Hannover. Trainerin Parsons trug goldene Schuhe, der TKH trug sich später ins Goldene Buch der Stadt ein. Nun wollen die Luchse erneut glänzen. Läuft alles normal, sind sie mit Alba Berlin die Favoritinnen auf den Pokalsieg. Auch die Panthers Osnabrück hätten gute Karten – sie haben es im Viertelfinale allerdings um 18 Uhr mit Alba zu tun.

Ob sich die Luchse für die Ausrichtung des Top Four bewerben würden, steht noch nicht fest. Der Aufwand ist immens, große finanzielle Unterstützung der DBBL gibt es nicht. Allerdings würde das die Chancen auf einen erneuten Pokaltriumph enorm steigern. „Wir haben noch nicht entschieden. Und erstmal müssen wir das Top Four ja erreichen“, sagt Teammanagerin Doro Richter. In der Bundesliga schlugen die Luchse die Lions daheim mit 75:67.

Für die Pokalpartie in Halle gibt es einen kostenfreien Livestream auf www.sporttotal.tv.


Luchse spielen groß auf

Klarer und wichtiger Heimsieg gegen Nördlingen. Polleros 28 Punkte überragend.

9. Januar 2024

Hannover. Bei den letzten Würfen aus dem Stand fehlte offenbar die Kraft. Sarah Polleros setzte beide Freiwürfe zu kurz an den Ring. Es wären die Punkte 29 und 30 gewesen auf ihrem persönlichen Konto. Geschenkt. Sie war auch so beste Spielerin des TK Hannover beim souveränen 88:72 Erfolg gegen die Angels Nördlingen in der Basketball-Bundesliga. „Keine Ahnung, was da los war“ sagte Polleros und musste grinsen. „Nicht so schlimm.“ Hallensprecher Bodo Gerdes skandierte bei der Jubilarie mit den Fans immer wieder „MVP“. Keine Frage. Polleros war am Sonntagnachmittag in der Sporthalle Birkenstraße die „wertvollste Spielerin“. Die Protagonistin fand den Extraapplaus „toll, es hat heute einfach Spaß gemacht mit so vielen Fans hier“, darunter auch Ex-First-Lady Bettina Wulff.

Gerdes hatte in der letzten Auszeit im Publikum kleine Basketbälle als Souvenir verschenkt, die Luchse hatten zuvor groß aufgespielt – obwohl der Kader um zwei Spielerinnen dezimiert war. Karolin Tzokov und Hannah Hank fehlten erkrankt. Umso mehr rückten die Luchse zusammen, wie schon zuvor in der Trainingswoche. „Wir konnten zeigen, dass wir als Team da sind.“, sagte Polleros. „Und ich war froh, dass ich der Mannschaft so gut helfen konnte.“

Dirigentin Dar Taylor machte das Spiel von Beginn an extrem schnell, zog immer wieder auch selbst zum Korb. Aber auch aus der Ferne fanden die Luchse das Ziel, Ein besonders heißes Händchen gatte Taya Hanson, die im Alleingang mit sieben TKH-Punkten am Stück von 13:9 auf 20:11 stellte (darunter ein Dreier) und mit der Viertelsirene einen weiteren Dreier zum 26:16 folgen ließ.

Anfang des zweiten Abschnitts schraubten Taylor mit einer wunderbaren Einzelaktion und Polleros mit zwei Dreiern den Vorsprung auf 14 Zähler (34:29). Nur die Schiedsrichter konnten den Lauf der Luchse stoppen. Ein klares Foul an Brianna Rollerson unter dem Korb ignorierten sie, dann vereitelten sie zwei Punkte von Taylor wegen eines angeblichen Schrittfehlers. Trainerin Sidney Parsons konnte es nicht lassen und schrie: „No! No! No!“

Der Rhythmus ging ein wenig verloren. Hannover bestimmte zwar weiter das Spiel, aber Nördlingen hatte jetzt mehr entgegenzusetzen. In die Pause ging es mit 44:34. Polleros hatte da schon 14 Punkte gesammelt.

Nach dem Seitenwechsel drehte Power Forward Polleros weiter auf, stellte auf 52:38. Rollerson erhöhte auf 54:39. Mit 15 Punkten hatten die TKH-Frauen auch schon im Hinspiel geführt – und doch alles vergeigt und noch mit 56:68 verloren. Böse Erinnerungen kamen wieder hoch, weil Nördlingen ein 9:0-Lauf gelang und auf48:54 verkürzte. Doch Hannover brach diesmal nicht en und ging mit einem 65:54 in den Schlussabschnitt. Weiter Polleros-Punkte und ein erneuter Dreier von Taya Hanson zum 76:61 brachten die Vorentscheidung rund fünf Minuten vor dem Ende.

Den Luchse gelang eine Beeindruckende Revanche für die Hinspielpleite und auch eine Reaktion auf den knappen 75:69-Sieg kurz vor Silvester gegen Göttingen, als Hannover einen 20_Punkte Vorsprung noch fast verspielte. „Wir haben heute mehr miteinander gesprochen“. Lobte Parsons ihr Team und hatte Verständnis für die Inkonstanz der letzten Spiele wegen der vielen und nicht enden wollenden Krankheitsfälle.

Der Sieg war auch in tabellarischer Hinsicht wichtig. Der TKH festigte den für die Play-offs wichtigen Platz vier. Zeit zum Verschnaufen bleibt keine. Mittwochsteht für den Cup-Verteidiger das Pokal-Viertelfinale bei den MBC Lions Halle an.

TKH-Punkte: Polleros 28, Hanson 16, Rollerson 11, Taylor 10, Farcy 8, Stockton 6, Jongeling 4, Schaake 3, Gustafsson 2.


TKH Luchse starten in das neue Jahr

Mit einem Sieg in Göttingen (69:75), dem Verbleib im Pokalwettbewerb und einem guten vierten Tabellenplatz beenden die TKH Luchse das erfolgreiche Jahr 2023. Zu Hause begrüßen die Luchse das neue Jahr am Sonntag (16 Uhr) gegen die Angels aus Nördlingen.

5. Januar 2024

Hinter den Luchsen liegt ein straffes Programm, mit drei Spielen kurz vor Weihnachten und einem Spiel zwischen den Jahren. Und es geht so weiter, mit dem Verbleib im Pokal folgen drei Spiele in kürzester Zeit. Zunächst starten die Luchse am kommenden Sonntag zu Hause im Birkendome in der Liga gegen die Eigner Angels, am folgenden Mittwoch wartet Halle im Pokal und am Sonntag darauf geht es zu den Leverkusen Wings.

Schauen wir auf den nächsten Gegner, die EIGNER Angels Nördlingen stehen auf dem fünften Tabellenplatz, sind somit Tabellennachbarn und schielen auf den begehrten vierten Platz der Luchse. Sieben Siege und sechs Niederlagen verzeichnet die Mannschaft von Coach Matiss Rozlapa. Zuletzt verloren die Angels kurz vor Jahresende knapp 71:72 gegen den Meister, die Rutronik Stars Keltern. Top Scorerin Erika Davenport (18 Punkte) hatte den Sieg kurz vor Schluss noch in der Hand. Mit 2,7 Sekunden auf der Uhr und einem Spielstand von 70:72 bekam Davenport drei Freiwürfe, von denen sie nur einen verwandelte, das Spiel war beendet. Das Team um die US-Amerikanerin Erika Davenport, die im Schnitt 16,8 Punkte erzielt und 9 Rebounds holt, beschließt das Jahr zwar mit einer Niederlage, sie sind jedoch heiß auf einen Sieg in Hannover, um den vierten Tabellenplatz zu ergattern. Ein Wiedersehen wird es mit Ex-TKH-Spielerin Nicole Brochlitz geben. Die 19-Jährige, die in der letzten Saison für die Luchse spielte, punktet nun für Nördlingen. Mit 12 Punkten im Schnitt ist sie eine wichtige Konstante für die Mannschaft aus dem Ries.

Coach Parsons dagegen will den vierten Platz verteidigen und bereitet ihr Team seit dem 01. Januar auf die Partie vor. Sie muss zwar immer noch mit einem hohen Krankenstand kämpfen und mit einer dezimierten Anzahl an Spielerinnen trainieren, jedoch ist das Team bissig auf den Sieg. Haben sie doch noch eine Rechnung mit den Angels offen. Im Hinspiel, das zweite Spiel der Saison verlor die Mannschaft von Kapitänin Laura Stockton noch deutlich 68:56 in Nördlingen. Zu Hause wollen die Luchse es besser machen. Mit Unterstützung der zahlreichen Hannoveraner Fans und einer großartigen Stimmung, wie im Pokalspiel gegen Keltern, ist ein Sieg für die Luchse drin.

Wir freuen uns auf eine spannende und hochklassige Partie. Sichert euch jetzt Tickets für Sonntag, den 07. Januar 2024 um 16 Uhr. Den Link zum Ticketshop findet ihr auf unserer Homepage: www.tkh-luchse.de. Die Abendkasse ist ab 15 Uhr für euch geöffnet. Wer nicht live dabei sein kann, darf sich das Spiel auf sportotal.tv anschauen.

Wir freuen uns auf euch und eine tolle Stimmung in unserer Luchse-Arena!

Foto: Patrick Pötsch


Richtungsweisende Beschlüsse in der Toyota 1. DBBL

Die Bundesligisten der Toyota 1. DBBL haben zum Abschluss des Jahres in zwei intensiven Mitgliederversammlungen am 11.11.2023 in Göttingen und am 14.12.2023 in Frankfurt/Main richtungsweisende Beschlüsse zur Weiterentwicklung und Professionalisierung der Toyota 1. DBBL gefasst.

4. Januar 2024

Der Großteil der Maßnahmen und Standards wurden mit breiter Mehrheit verabschiedet und stellen die Weitreichendsten in der jüngsten Vergangenheit der Toyota 1. DBBL dar. Sie sollen das gemeinsame Ziel bekräftigen, den Damenbasketball in Deutschland in den kommenden Jahren fundamental weiterzuentwickeln.

Vorangegangen waren umfassende Vorbereitungen im Rahmen einer Arbeitsgruppe, die zuvor von den Bundesligisten der Toyota 1. DBBL Anfang Juli in Frankfurt/ Main mit der entsprechenden Ausarbeitung beauftragt wurde. Die Beschlüsse umfassen insgesamt 50 Themen, die zukünftig in die Regularien der Toyota DBBL verankert werden. Bei einigen der Beschlüsse wurde verabredet, dass diese unmittelbar im laufenden Spielbetrieb umgesetzt werden sollen.

Ein Auszug einiger Beschlüsse im Überblick
Ab sofort:
  • Nachweis zu hauptamtlichen Strukturen in der Organisationsstruktur/ Verwaltung
  • Einheitliche Vorgaben zum technischen Equipment der Spiel- und Wurfuhr
  • Content-Erstellung (u.a. Spieltags-Bilder/ Stimmen vom Spiel) zur Berichterstattung
Ab der Saison 2024/25:
  • Nachweis zu hauptamtlichen Strukturen für den weiblichen Nachwuchsbereich
  • Nachweis zum Spielbetrieb von weiblichen Jugend-Mannschaften und Aufbau eines „Perspektiv-Teams“ für den Leistungssport
  • Verpflichtung für Head-Coaches zum Nachweis einer A-Lizenz des DBB
  • Verpflichtung zum Nachweis von Spielerinnen mit deutscher Staatsbürgerschaft auf dem Spielberichtsbogen:
    • 4 von 12 Spielerinnen ab der Saison 2024/25
    • 5 von 12 Spielerinnen ab der Saison 2025/26
    • 6 von 12 Spielerinnen ab der Saison 2026/27
  • Einheitliche Vorgaben zum (technischen) Equipment der Korbanlagen und der Anzeigetafeln
  • Einheitliche Vorgaben zu Werbeflächen auf dem Spielfeld
Ab der Saison 2025/26:
  • Verpflichtender Einsatz von LED-Banden zu Pflichtspielen
  • Pflichtspiele müssen auf einem Spielboden ausgetragen werden, auf dem ausschließlich Basketball-Linien sichtbar sind.
Zukünftig:
  • Einheitliche Vorgaben zu Werbeflächen auf der Spielkleidung; ab der Saison 2026/27
  • Verschärfung der Vorgaben zum technischen Equipment (u.a. Anzeigetafeln/ Hallenbeleuchtung); ab der Saison 2029/30
  • Mindestkapazität für Spielhallen: 1.500 Zuschauer (auch in Kombination mit „Event-Spielen in anderen Spielhallen); ab der Saison 2029/30

Zudem wurde festgelegt, dass verschiedene Experten-Gruppen zu unterschiedlichen Themenbereichen fortlaufend weitere konkrete Umsetzungsvorschläge ausarbeiten sollen, um sie zur weiteren Beschlussfassung durch die Bundesligisten der Toyota 1. DBBL einzubringen.

Die beschlossenen Maßnahmen der Toyota 1. DBBL sollen dabei auch die anstehenden Großereignisse im Zusammenhang mit der Damen-Nationalmannschaft berücksichtigen. Im Sommer 2025 richtet der Deutsche Basketball Bund (DBB) als einer von vier Nationen die Vorrunde der Women’s EuroBasket in Hamburg aus. Das vorläufige Highlight folgt ein Jahr später, in Berlin: Im September 2026 wird die Damenbasketball-Weltmeisterschaft, genauer der FIBA Women’s Basketball World Cup in der Mercedes-Benz-Arena sowie in der Max-Schmeling-Halle mit einem erweiterten Teilnehmerfeld von 16 Mannschaften ausgetragen.

(Ursprünglich veröffentlicht am 23. Dezember 2023)


Luchse müssen Spannung halten

Die Luchse stehen nach dem gestrigen Krimi Sieg im Pokal gegen den Meister, die Rutronik Stars Keltern, im Viertelfinale. Am 10. Januar 2024 können sich die Luchse bei den MBC Lions in Halle für das TOP 4 qualifizieren. Noch vor Weihnachten startet die Rückrunde der Toyota DBBL.

22. Dezember 2023

Die meisten erledigen am 23. Dezember sicherlich noch einige wichtige Einkäufe für das Weihnachtsfest. Die Luchse haben anderes zu erledigen, in Berlin geht es gegen die zweitplatzierten Albatrosse. Mit einem Sieg können sie sich ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk machen.

Das Hinrundenspiel gewannen die Luchse knapp 68-67 in Hannover. Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt, war dies der erste Sieg der Saison und sorgte für ein gewisses Aufatmen. Beide Mannschaften zeigen sich im Laufe der Hinrunde als zwei der stärksten Teams der Liga. Auch das zweite Aufeinandertreffen verspricht ein spannendes und hochklassiges Spiel zu werden.

Beginn des Spiels in der Sömmeringhalle in Berlin am Samstag ist 16 Uhr. Das Spiel wird live auf Sporttotal.tv übertragen.

Foto: Patrick Pötsch


Pokalfest vorm Weihnachtsfest

TKH-Basketballerinnen ringen Meister Keltern mit 58:57 nieder. Cup-Verteidiger jetzt im Viertelfinale.

21. Dezember 2023

Adrienne Webb versemmelte den Sprungwurf, der potenzielle Siegball für Keltern traf nur den Ring. Laura Stockton schnappte sich das Spielgerät, dribbelte sich frei. Die Sirene ertönte. Stockton ballte die Faust und schrie, bis ihr Kopf feuerrot anlief. Dann verschwand sie in der Jubeltraube ihrer Teamkolleginnen. Der TK Hannover behielt im Pokal-Achtelfinal-Krimi gegen Meister Keltern die Oberhand und zieht durch den 58:57-Sieg ins Viertelfinale. Dort trifft der Titelverteidiger am 10. Januar auf Halle.

Nach dem knappen 68:69 beim Ligaauftakt gegen Keltern war Teammanagerin Doro Richter klar, „dass es wieder eng und spannend wird. Aber das übertrifft es“. Die letzten Minuten waren „superquälend, aber wir haben ein so krass gutes Spiel gespielt und so gut verteidigt.“ Ein Schlüssel zum Sieg. Der andere: „Wir haben mit Herz gespielt“, sagte Trainerin Sidney Parsons. „Das macht uns aus.“

Die Luchse starteten kraftvoll und effektiv, führten nach zweieinhalb Minuten 10:2. Das lag vor allem an Stockton, die gleich in den ersten Sekunden nach dem Tipp-off in den fünften Gang hochschaltete. Immer wieder zum Korb zog, für Offensiv-Rebounds nachsetzte, den Ball verteilte und aus allen Lagen schoss. Ein familiärer Katalysator saß – wie schon am Sonntag beim Liga-Heimsieg gegen Halle – am Spielfeldrand und schaute aufmerksam zu: Papa John Stockton. NBA-Legende, mit immer noch den meisten Vorlagen und Steals in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga.

Aber auch Laura Stocktons Teamkolleginnen gaben Gas. Der TKH ließ Keltern kaum zum Zug kommen. Die erste Auszeit der Gäste war fällig. Der Lauf der Luchse war damit gestoppt. Sechs Minuten, im Basketball eine Ewigkeit, fiel kein Hannover-Ball mehr durchs Netz. Keltern verkürzte. Hannah Hank fand 100 Sekunden vor der ersten Sirene endlich wieder den Korb und stellte auf 12:7.

Keltern war jetzt trotzdem im Spiel, bis zum 20:20 ging es hin und her – bis Hannover den nächsten Lauf erwischte. Taya Hanson erzielte beim elften Teamversuch endlich den ersten Dreier und stellte auf 27:20. Stockton und Brianna Rollersen schraubten den Vorsprung auf elf Zähler (31:20) hoch. Eine alles andere als beruhigende Führung gegen das vermeintliche Überteam, aber der TKH gab den Takt vor, setzte offensiv immer wieder nach, klaute hinten Keltern die Bälle – und ging mit 33:26 in die Pause. Basis war eine sehr starke Verteidigung der Luchse.

Das änderte sich im dritten Abschnitt. Auch offensiv lief es jetzt schlechter. Erst nach fast fünf Minuten erzielte Dara Taylor die ersten TKH-Punkte (35:31). Weil Kelterns Samantha Cooper frei einen Dreier nach dem anderen versenkte, ging es ausgeglichen (45:45) in den Schlussabschnitt.

Es blieb bis in die Schlussminuten eng. Nachdem Stockton bei einem Dreierversuch gefoult wurde und Keltern obendrein ein technisches Foul kassierte, waren vier Freiwürfe fällig. Stockton traf 80 Sekunden vor Schluss alle eiskalt zum 58:54. Dass es die letzten TKH-Punkte sein würden, war nicht zu ahnen. Keltern verkürzte auf zwei, Brianna Rollerson verlor den Ball, Stockton verdribbelte sich, 5,9 Sekunden vor dem Ende war Keltern auf einen dran. Es sollte reichen. „Ein großartiges Spiel mit zwei sehr starken Mannschaften“, sagte John Stockton zufrieden. „Das hat Spaß gemacht, zuzuschauen. Und natürlich auch meiner Tochter.“

TKH-Punkte: Stockton 21, Taylor 15, Rollersen 11, Hanson 7, Polleros 2, Hank 2.

Viertelfinale (10. Januar): Osnabrück – Berlin; Dillingen – Nördlingen; Marburg – Saarlouis; Halle – Hannover


Klubb-News: Ausgabe 3/2023

Die Luchse im TKH Klubb-News Magazin.

20. Dezember 2023
In der Ausgabe 3/2023 der Klubb-News findet sich ein Beitrag über die Luchse. Nutzt den Download-Button um die PDF-Version des Magazin aufzurufen. Ihr findet uns auf Seite 26.

Luchse am Ende bissiger

Wichtiger Sieg in der Basketball-Bundesliga für Hannovers Frauen. Gefeiertes Comeback von Rollerson. NBA-Papa Stockton schaut zu.

19. Dezember 2023

Brianna Rollerson ist zurück bei den TK Hannover-Luchsen. Mit ihr ist es ein anderer Basketball, den der Pokalsieger spielt. In der 1. Bundesliga war es der wochenlang verletzte US-Center, der die ersten Punkte sammelte für den TKH gegen die Lions des MBC Halle. Sie wurde stürmisch dafür gefeiert in der Halle der Otfried-Preußler-Schule, in der es gefühlt überall nach gebackenen Waffeln duftete. Die Luchse hatten indes mehrere Eisen im Feuer und siegten mit 75:67. „Das war ein großer Sieg für uns, wir brauchten ihn unbedingt“, sagte TKH-Kapitänin Laura Stockton, „unser Gegner hat alles gegeben.“

Ihr Vater, Ex-NBA-Star John Stockton von den Utah Jazz, schaute kurz vor Beginn einmal hoch auf die Tribüne, wie um sich zu überzeugen. Es waren tatsächlich nur drei Lions-Fans, die mit zwei großen Trommeln und einem Megaphon mächtig Lärm machten. Vom schnellen 0:5-Rückstand waren die Gäste nicht geschockt, es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Der MBC nervte die Luchse immer wieder mit Dreier-Würfen und gewann das erste Viertel mit 24:23.

Der zweite Abschnitt war denkwürdig. Die Luchse wirbelten und legten eine 12:0-Serie hin. TKH-Trainerin und Energiebündel Sidney Parsons war für ihre Verhältnisse relativ entspannt. Dann geriet etwas ins Rutschen beim TKH, der minutenlang ohne Punkte blieb und 15 Zähler am Stück kassierte. „Wir beginnen gut, haben anschließend einfach zu viele Bälle weggeworfen und machen es unnötig spannend“, monierte Teammanager Rodger Battersby. Die Fehler häuften sich, auch bei Topscorerin Rollerson klappte es noch nicht wie gewohnt. Erst ein Dreier von Taya Hanson beendete diese gruselige Phase, zur Halbzeit stand es 39:40.

Im dritten Abschnitt hetzten die Luchse den Lions lange hinterher, erst gegen Ende setzten sie sich auf 56:52 ab, so ging es in den finalen Durchgang. Das Luchse-Maskottchen hatte zwischenzeitlich auf der Tribüne die Lions-Anhänger geknuddelt.

Hannah Hank mit einem Dreier zum 61:58 und Sarah Polleros mit einem weiteren zum 67:58 trafen vorentscheidend für den TKH und hatten in der Schlussphase starke Aktionen. „Da waren wir einfach besser, und der Sieg ist verdient“, sagte Battersby. Und während er noch mit Parsons das Spiel durchging, gab John Stockton Autogramme und posierte für Fotos. Sein Ruhm ist noch nicht verblasst.

TKH-Punkte: Rollerson 20, Polleros 12, Stockton 12, Taylor 11, Hanson 10, Hank 5, Schaake 3, Jongeling 2.

Am Mittwoch (19 Uhr) geht es schon im Pokal-Achtelfinale weiter, der TKH erwartet Meister Rutronik Stars Keltern.

Text: Stefan Dinse

Foto: Florian Petrow


Letztes Spiel der Hinrunde für die Luchse

Das letzte Liga-Heimspiel des Jahres für die TKH Luchse beendet auch die Hinrunde der Toyota DBBL. Gegner am Sonntag (16 Uhr) ist Tabellennachbar GISA Lions MBC. Am Mittwoch danach, am 20. Dezember (19 Uhr) folgt zu Hause der Pokalkracher gegen Keltern.

15. Dezember 2023

Die Luchse liegen mit einer Bilanz von 6:4 Siegen auf dem fünften Tabellenplatz der Toyota DBBL, punktgleich mit den Angels aus Nördlingen und den Panthers aus Osnabrück. Nach dem deutlichen Sieg gegen Göttingen eine Woche zuvor, traf die Niederlage im nächsten Niedersachsenderby bei den Osnabrücker Panthers (65:58) die Luchse hart. Das Team von Headcoach Sidney Parsons musste sich einer frei aufspielenden Osnabrücker Mannschaft geschlagen geben. Ohne die erfahrene Bundesliga-Centerin, TKH Topscorerin und Top-Rebounderin Brianna Rollerson, musste jeder Korb hart erkämpft werden. Da half auch die starke Performance von Aufbauspielerin Dara Taylor, 22 Punkte, 7 Rebounds und 4 Assists, nicht.

Die neue Woche bringt neue Chancen. Am Sonntag kommen die GISA Lions MBC an die Leine. Die Mannschaft von Chef-Trainer Timur Topal muss wie Coach Parsons mit Höhen und Tiefen einer Basketball Saison kämpfen. Gewinnen die Lions noch im November gegen Freiburg (97:71) und knapp bei den Panthers in Osnabrück (60:62), verlieren sie danach gegen den Aufsteiger Göttingen (71:66), um eine Woche später dem Meister, die Rutronik Stars Keltern, mit zwei Punkten zu Hause erstmals diese Saison eine Niederlage zu verpassen (79:77). In der letzten Woche verlor das Team zwar gegen Alba Berlin (76:70), konnte aber im Pokal gegen die Avides Hurricanes Rotenburg (66:76) die nächste Runde erreichen. Der MBC wäre somit der nächste Gegner im Pokal, falls die Luchse am 20. Dezember den Meister, die Rutronik Stars Keltern schlagen.

Wir freuen uns auf eine spannende und hochklassige Partie. Sichert euch jetzt Tickets für Sonntag, den 17. Dezember um 16 Uhr. Den Link zum Ticketshop findet ihr auf unserer Homepage: www.tkh-luchse.de. Die Abendkasse ist ab 15 Uhr für euch geöffnet. Wer nicht live dabei sein kann, darf sich das Spiel auf sportotal.tv anschauen.

Nicht verpassen! Wir brauchen eure Unterstützung im Pokalkrimi gegen den Meister. Der Ticketshop ist bereits geöffnet.

Wir freuen uns auf euch und eine tolle Stimmung in unserer Luchse-Arena!


Information: Pokalspiel gegen Keltern

Beim diesjährigen Season Opening noch knapp unterlegen, kommt es im Achtelfinale des DBBL-Pokals am 20.12. um 19:00 Uhr in der Sporthalle Birkenstraße erneut zum Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Spitzenreiter, den Rutronik Stars Keltern.

5. Dezember 2023

Unsere Reise soll hier noch nicht enden, wir wollen den Titel verteidigen! Dafür brauchen wir jede und jeden von euch in der Halle. GEMEINSAM mit euch gehen wir den nächsten Schritt in Richtung Titelverteidigung.

Die Tickets für das Spiel gehen morgen (6. Dez. 2023) ab 12:00 Uhr bei Reservix in den Vorverkauf. Wir gehen davon aus, dass es richtig voll wird, deshalb solltet ihr nicht zu lange mit dem Kauf warten. Gehen alle Tickets im Vorverkauf weg, gibt es keine Abendkasse!

Lasst uns die Halle vollmachen und das Team zum Sieg pushen. Wir zählen auf euch!

Wichtige Info für Dauerkarteninhaber und Partner: Die Dauerkarten (auch die unserer Partner) gelten NICHT für Pokalspiele. Des Weiteren sind für Partner mit Ticketkontingenten für dieses Spiel KEINE Freikarten erhältlich.